Darlehensrechner 2017: Tilgung & Zinsen berechnen

Berechnen Sie ganz einfach die monatliche Annuität Ihres Darlehens. Geben Sie die Höhe der Kreditsumme, den Zinssatz und die Länge der Laufzeit an und verschaffen Sie sich einen Überblick über die monatlichen Zahlungen, die zu zahlende Gesamtsumme sowie den Anteil der Zinsen.

Was ist ein Annuitätendarlehen?

Die finanzielle Belastung des Darlehensnehmers setzt sich aus den Tilgungsraten und den Zinsen für das Darlehen zusammen. Beim Annuitätendarlehen ist der Darlehenszins für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben. Die Tilgungs- und Zinszahlungen werden so errechnet, dass die monatliche Gesamtbelastung des Darlehensnehmers immer gleich hoch ist. Mit jeder monatlichen Tilgungsleistung verringern sich auch die zu zahlenden Zinsen. Im Gegenzug dazu steigt dann der Tilgungsanteil der monatlichen Rate im selben Umfang an, wie der Zinsanteil sinkt. Damit bleibt zwar die monatliche finanzielle Belastung des Darlehensnehmers über die Laufzeit des Darlehens immer gleich, die Zusammensetzung aus Zins- und Tilgungsanteil verändert sich jedoch laufend.

In welchen Fällen ist ein Annuitätendarlehen sinnvoll?

Das Annuitätendarlehen ist insbesondere für die Baufinanzierung eine empfehlenswerte Finanzierungsalternative. Der Vorteil dieser Darlehensform liegt für den Darlehensnehmer darin, dass er seine laufende finanzielle Belastung für die Laufzeit des Darlehens wegen der gleichbleibenden Raten verlässlich kalkulieren kann.

Wie bekomme ich ein Annuitätendarlehen?

Annuitätendarlehen werden von den Banken und Sparkassen gewährt. Aber auch Bausparkassen gewähren Annuitätendarlehen, wenn die Baufinanzierung über ein Bauspardarlehen erfolgt.

Annuitätendarlehen oder Bausparvertrag?

Das Besondere bei der Bausparfinanzierung ist, dass der Bausparer in der sogenannten Ansparphase bereits eine vertraglich vereinbarte Bausparsumme angespart hat und nur noch das zur Baufinanzierung notwendige restliche Kapital über das Bauspardarlehen finanziert werden muss.

Der Vorteil des Bausparvertrags liegt darin, dass sich die Bausparkasse zur Sicherstellung des Darlehens mit dem zweiten Rang im Grundbuch begnügt. So muss der Bausparer, wenn er das Bauspardarlehen in Anspruch nimmt, auch bei wenig Eigenkapital keinen Zinszuschlag zahlen. Und weil der Tilgungsanteil beim Bauspardarlehen von Beginn an sehr hoch ist, ist das Darlehen bereits nach acht bis zwölf Jahren komplett abbezahlt. Die Kehrseite der Medaille ist, dass beim Bausparvertrag der Zuteilungstermin nicht garantiert wird. Unter Umständen ist also eine mehrmonatige Zwischenfinanzierung notwendig. Und wegen der kurzen Gesamtlaufzeit des Darlehens ist die Darlehensrate im Vergleich zum Bankdarlehen sehr hoch. Von einer Baufinanzierung ausschließlich über ein Bauspardarlehen ist deshalb eher abzuraten.

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Was bedeutet Nominal- und Effektivzins?

Zinsen sind nicht gleich Zinsen. Der Nominalzins ist der Zins, den die Bank für das Darlehen verlangt. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, ob die Bank eine Abschlussgebühr für den Darlehensvertrag verlangt und sie gleich bei der Auszahlung des Kredits einen Zinsvorschuss einbehält – das sogenannte Disagio. Auch unterschiedliche Termine für die Verbuchung der Zahlungen müssen beachtet werden. Diese Kosten werden neben dem Nominalzins beim sogenannten Effektivzins berücksichtigt.

Achtung: Wer verschiedene Kreditangebote einholt, muss beim Angebotsvergleich immer den Effektivzins vergleichen.

Wie wird ein Annuitätendarlehen berechnet?

Im Zusammenhang mit dem Annuitätendarlehen ist für den Darlehensnehmer zunächst von Interesse, welche Annuität bei einem Darlehen bei einem vorgegebenen Zins- und Tilgungssatz fällig wird. Daneben ist interessant, in welcher Höhe ein Darlehen bei einer vorgegebenen Annuität aufgenommen werden kann. Schließlich sollte der Darlehensnehmer wissen, mit welcher Restschuld er nach Ablauf der Zinsbindung noch rechnen muss.

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Wie hoch sollte der Tilgungssatz sein?

Weil sich die Annuität aus Zinsen und Tilgungsbeitrag zusammensetzt, haben beide Werte Einfluss darauf, wie lange es dauert, bis der Kreditnehmer völlig schuldenfrei ist. Wegen der niedrigen Zinssätze kann zwar für den Kreditnehmer momentan die monatliche finanzielle Belastung noch tragbar sein, bei geänderten Zinsbindungen kann er aber in arge finanzielle Bedrängnis geraten. Problematisch wird es insbesondere dann, wenn für die Anschlussfinanzierung ein höherer Zinssatz gilt.

In Niedrigzinszeiten ist es sinnvoll, das Darlehen so schnell wie möglich zu tilgen. Nur eine rasche Entschuldung bringt finanzielle Sicherheit. Kreditnehmer sollten höhere anfängliche Tilgungssätze wählen. Eine Anfangstilgung sollte deshalb nicht unter 2 Prozent liegen. Je höher der anfängliche Tilgungssatz ist, desto geringer ist der Betrag, für den eine Anschlussfinanzierung am Ende der Zinsbindungsdauer erfolgen muss. Das Zinsänderungsrisiko durch zwischenzeitlich ansteigende Zinsen ist also vergleichsweise geringer. Günstig für Kreditnehmer sind in diesem Zusammenhang auch Vereinbarungen über Sondertilgungsrechte.

Was bedeutet Sondertilgung?

Bei Sondertilgungen handelt es sich um außerplanmäßige Tilgungen des Darlehensnehmers, die aufgrund einer entsprechenden vertraglichen Vereinbarung zulässig sind. Zwar bleibt auch bei Sondertilgungen die Annuität für das Darlehen gleich, weil aber immer nur für die Restschuld Zinsen fällig werden, schrumpft die Restschuld schneller und es müssen für das Darlehen weniger Zinsen gezahlt werden.

In der Regel sind Sondertilgungen bis zu fünf Prozent der Darlehenssumme kostenlos zulässig. Höhere Sondertilgungsrechte können mit einem Zinsaufschlag erkauft werden.

Wie kann das Darlehen abgelöst werden?

Vor Ablauf der Zinsbindung sind Banken und Sparkassen nicht verpflichtet, ein durch Grundpfandrechte (zum Beispiel Grundschulden) abgesichertes Baudarlehen zurückzunehmen. Nur wenn der Darlehensnehmer ein berechtigtes Interesse hat und seit dem vollständigen Empfang des Darlehens sechs Monate abgelaufen sind, kann er den Vertrag vorzeitig mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen. Zulässig ist die Kündigung z. B., wenn die Immobilie aus geschäftlichen oder privaten Gründen (zum Beispiel wegen Umzugs, Geldbedarfs oder Scheidung) verkauft werden soll. Die Kündigung ist auch gerechtfertigt, wenn sich die Einkommensverhältnisse des Darlehensnehmers derart verschlechtern, dass die finanzierte Immobilie nur gehalten bzw. die Kreditverbindlichkeit nur nach einer Umschuldung bedient werden kann.

Welche Folgen hat die vorzeitige Ablösung des Darlehens?

Bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung darf die Bank oder Sparkasse eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer der Bank bzw. Sparkasse den Schaden ersetzen muss, der dieser durch die vorzeitige Beendigung des Darlehensvertrags entsteht. Der Schadensersatzanspruch soll das Kreditinstitut insbesondere dafür entschädigen, dass es Kosten zur Refinanzierung des Darlehens hat, ihm aber die Zinsansprüche, auf die es mit Darlehen mit fester Laufzeit und gebundenem Sollzinssatz vertrauen durfte, entgehen. Keinen Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung hat das Kreditinstitut, wenn der vorzeitig getilgte Kredit durch einen (höheren) Neukredit (zeitgleich) zu gleichen Konditionen ersetzt wird.

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